Immunologie für Jedermann

Organtransplantation

menschliches Herz; © dream designs FreeDigitalPhotos.net

Bei einer Transplantation wird ein geschädigtes oder funktionsuntüchtiges Organ oder ein Teil des Organs durch ein gesundes Organ ersetzt. Meist werden Organe oder Gewebe von Verstorbenen verwendet und durch eine Operation auf einen oder mehrere schwer kranke Menschen übertragen.
Es gibt jedoch die Möglichkeit einer Lebendspende, bei der ein vollkommen gesunder Mensch einen Teil eines Organs, z. B. eine der beiden Nieren, spendet. Bei einer Dominotransplantation wird einem Patienten ein Organ, das versagt hat, entnommen und durch ein gespendetes Organ ersetzt, jedoch können noch gesunde Teile des entnommenen Organs (z.B. Herzklappen, Teile der Leber) einer weiteren Person transplantiert werden.

Eine ganz normale Bluttransfusion, wie sie tagtäglich in allen Krankenhäusern durchgeführt wird, ist zwar auch eine Art von Transplantation, dabei werden aber nur rote Blutkörperchen übertragen, die nicht lange im Körper erhalten bleiben und vor allem nicht die eigenen roten Blutkörperchen ersetzen.

Der Transplantation von Organen steht die Transplantation von sogenannten hämatopoietischen Blutstammzellen gegenüber, die auch als Knochenmarktransplantation bezeichnet wird. Blutstammzellen sind die Vorläuferzellen von allen Blutzellen in unserem Körper. Eine einzige Stammzelle kann sich in jede beliebige Art von Blut- oder Immunzellen entwickeln. Bei Erkrankungen des blutbildenden Systems, ohne das ein Mensch nicht überlebensfähig ist, kann die Übertragung von gesunden Blutstammzellen das defekte oder krebskranke Blutsystem komplett ersetzen. Da Blutstammzellen aus dem Knochenmark oder dem Blut gesunder Spender gewonnen wird, ist die Stammzellspende immer eine Lebendspende, die den Spenderorganismus nur minimal während der Spende unter Vollnarkose belastet.