14.09.2017

Immunologie in Deutschland – Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft

Das 50-jährige Jubiläum der Deutschen Gesellschaft für Immunologie bietet die einmalige Chance sowohl die wissenschaftlichen Triumphe, als auch die Entwicklung des Fachs Immunologie in der deutschen Forschungslandschaft von der Vergangenheit bis in die Gegenwart näher zu beleuchten. Die Festschrift unter dem Titel „Immunologie in Deutschland - Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft“ ist jetzt im be.bra wissenschaft verlag erschienen. Herausgeber ist die Deutsche Gesellschaft für Immunologie.

Am 7. Juli 1967 fand in der Höchster Jahrhunderthalle in Frankfurt eine denkwürdige Veranstaltung statt. Auf Initiative von Hans G. Schwick trafen sich 18 Wissenschaftler und gründeten die Gesellschaft für Immunologie, die 2007 in Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) umbenannt wurde. 2017 feiert die DGfI ihren 50. Geburtstag. In diesen 50 Jahren hat sich die DGfI zur weltweit viertgrößten immunologischen Fachgesellschaft mit hoher internationaler Anerkennung entwickelt.

Die Geschichte der Immunologie in Deutschland beginnt aber schon vor über hundert Jahren in Berlin mit der Entdeckung der Antikörper und der mit dem ersten Nobelpreis gewürdigten ersten Immuntherapie zur Behandlung von an Diphtherie erkrankten Kindern. Das 50-jährige Jubiläum ist ein geeigneter Zeitpunkt, sowohl den Fortschritt der Immunologie in Forschung und Klinik in Deutschland, als auch die Entwicklung der beiden deutschen immunologischen Fachgesellschaften in Ost und West in einer Festschrift zu würdigen. Zur Realisierung dieses ambitionierten Projektes traf sich am 6. Juni 2016 eine kleine Gruppe von Immunologen inklusive Kollegen aus der ehemaligen DDR mit Historikern des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité Berlin und dem Verlag Neumann & Kamp – Historische Projekte am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin. Am Ende des Tages war das Projekt »Festschrift – Immunologie in Deutschland« geboren.

Im Festschriftband wird die Entwicklung der immunologischen Fachgesellschaften in der ehemaligen BRD und DDR nach 1945 und deren Zusammenführung nach der Wiedervereinigung beleuchtet. Ausführlich dargestellt wird aber auch der Zeitraum von der Entdeckung und der ersten klinischen Anwendung der Antikörper durch Emil von Behring, Shibasaburo Kitasato und Paul Ehrlich über den unglaublichen Niedergang der Immunologie mit dem Exodus hervorragender klinischer Immunologen nach 1930 bis hin zur Entwicklung der Hybridomtechnik durch Georges Köhler und César Milstein im Jahre 1975.

Zudem wird ein Überblick über die Deutsche Gesellschaft für Immunologie mit all ihren gegenwärtigen Aktivitäten gegeben und die Bedeutung der Immunologie für die heutige Medizin und Volksgesundheit zusammengefasst.

Eine Leseprobe der Festschrift finden Sie online unter folgendem Link:

Bibliographische Angaben: 
Deutsche Gesellschaft für Immunologie (Hrsg.)
Immunologie in Deutschland - Geschichte einer Wissenschaft und ihrer Fachgesellschaft
© be.bra wissenschaft verlag GmbH
Berlin-Brandenburg, 2017
368 Seiten gebunden, 32,- €
ISBN 978-3-95410-097-2
www.bebra-wissenschaft.de