14.09.2017

Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) zeichnet herausragende Nachwuchswissenschaftler aus

J. Hirscher

v.l.: Prof. Dr. Dieter Kabelitz (Preispate), Dr. Anna Brewitz, Dr. Kay Grossmann (Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen)

J. Hirscher

v.l.: Prof. Dr. Michael Lohoff (Präsident der DGfI), Dr. Annika Reinhardt, Prof. Dr. Hans-Hartmut Peter (Hans-Hench-Stiftung zur Förderung der Rheumatologie e. V.)

J. Hirscher

v.l.: Prof. Dr. Fritz Melchers (Stifter des Preises), Dr. Petra Bacher, Ursula Melchers (Stifterin des Preises) und Prof. Dr. Tim Sparwasser (Preispate)

J. Hirscher

v.l.: Prof. Dr. Michael Lohoff (Präsident der DGfI), Dr. Anne Buttgereit, Prof. Dr. Ari Waisman (Preispate)

J. Hirscher

v.l.: Prof. Dr. Yvonne Samstag (Preispatin), Prof. Dr. Florian Klein und Dr. Kay Grossmann (Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen)

Jährlich vergibt die Deutsche Gesellschaft für Immunologie zwei Promotions- und drei Early-Career-Preise an Nachwuchswissenschaftler, die einen herausragenden Beitrag auf dem Gebiet der Immunologie geleistet haben. Die Preisverleihung fand am 12. September 2017 im Rahmen der 47. Jahrestagung der DGfI in Erlangen statt.

Otto-Westphal-Promotionspreis, Dotierung: 1.500 €
Dr. rer. nat. Anna Brewitz

Die erworbene (adaptive) zelluläre Immunität wird durch Antigen-spezifische Wechselwirkungen zwischen T-Zellen und dendritischen Zellen veranlasst. Plasmozytoide dendritische Zellen unterstützen die gegen Viren gerichtete Immunität durch die Verknüpfung angeborener und adaptiver Immunantworten. Die Arbeit von Anna Brewitz befasste sich mit der raumzeitlichen Dynamik von plasmozytoiden dendritischen Zellen im Verlauf einer Virusinfektion, um aufzudecken, wann, wo und wie diese Zellen ihre Funktionen ausüben. In ihrer Dissertation konnte Anna Brewitz zeigen, dass CD8-positive T-Zellen im Kontext ihrer Aktivierung verschiedene Botenstoffe produzieren, die andere Zellen anlocken (sog. Chemokine). Insbesondere CCL3 und XCL1 führten zur Rekrutierung von plasmozytoiden dendritischen Zellen und dendritischen Zellen mit dem Rezeptor XCR1 (bindet XCL1). Dadurch kommt es zu einer schnellen Umstrukturierung des dendritischen Zellnetzwerks im Lymphknoten, was dann eine optimale Kooperation und Interaktion dieser Zellen ermöglicht.  Zudem hat Anna Brewitz an der Fragestellung gearbeitet, wann, wo und durch welchen Subtyp dendritischer Zellen eine CD4-Hilfe für CD8-positive T-Zellen vermittelt wird. Die Ergebnisse dieser Dissertation konnten hochrangig in den Fachzeitschriften Cell (2015) und Immunity (2017) veröffentlicht werden.

Anna Brewitz studierte Pharmazie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Doktorarbeit fertigte sie in der Arbeitsgruppe von Wolfgang Kastenmüller am Institut für Experimentelle Immunologie der Universität Bonn an. 

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI) vergibt an ihre Mitglieder einmal jährlich den Otto-Westphal-Promotionspreis. Der Preis wird für die beste im deutschsprachigen Raum durchgeführte Dissertation auf dem Gebiet der Immunologie vergeben, die im jeweils zurückliegenden Kalenderjahr erfolgreich mit der Verleihung des akademischen Titels abgeschlossen wurde (Tag der mündlichen Prüfung ist ausschlaggebend). Eigenbewerbungen und Vorschläge durch andere sind möglich.

Namensgeber des Preises ist Prof. Otto Westphal (1913-2004), Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg sowie Gründungsmitglied und langjähriger Präsident (1967-1976) der Deutschen Gesellschaft für Immunologie e.V. Als Chemiker interessierte sich Otto Westphal vor allem für die Struktur und Funktion von bakteriellen Zellwandbestandteilen. So führte er bahnbrechende Arbeiten zur Beschreibung der Endotoxin-Funktion von Lipopolysacchariden durch und charakterisierte mit immun-chemischen Methoden zahlreiche Antigene von gramnegativen und grampositiven Bakterien. 

Sponsor des Preises ist die Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen.

Hans-Hench-Promotionspreis für Klinische Immunologie, Dotierung: 2000 €
Dr. rer. nat. Annika Reinhardt

Die Enthesitis (Entzündungen gelenknaher Sehnenansatzpunkte) ist ein Charakteristikum der Spondyloarthritiden, einer Gruppe von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die neben peripheren Strukturen des muskuloskelletalen Apparates vor allem die Wirbelsäule   befallen. Wie bei vielen rheumatischen Erkrankungen sind die Zellen und Mechanismen, die für die Entzündung verantwortlich sind, immer noch kaum verstanden. Das gilt insbesondere auch für die Enthesitiden, die bei kaum einer anderen Gruppe von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen vorkommen. Annika Reinhardt erhält den Hans-Hench-Promotionspreis für Ihre Arbeit an sogenannten gamma-delta-T-Zellen (γδ -T-Zellen). Sie konnte zeigen, dass dieser Zelltyp zur IL-17-Produktion beiträgt, sich in Enthesen (Bindegewebe am Sehnenansatz) nachweisen lässt und zur Enthesitis beiträgt. Das Thema der IL-17-Produktion ist im Kontext von Autoimmunerkrankungen hochaktuell. So wurde kürzlich der zweite monoklonale anti-IL-17 Antikörper zur Therapie der Schuppenflechte in Deutschland zugelassen. Die Beobachtungen von Annika Reinhardt lassen vermuten, dass γδ -T-Zellen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung lokaler Spondylarthropathie-assoziierter Entzündungen zukommt und bietet neue Ansatzpunkte für zukünftige Therapiemöglichkeiten. 

Annika Reinhard studierte Biologie und Biomedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.  Seit 2016 arbeitet sie als PostDoc im Labor von Immo Prinz am Institut für Immunologie der Medizinische Hochschule Hannover, in dem sie auch Ihre Doktorarbeit anfertigte. 

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI) vergibt an ihre Mitglieder alle zwei Jahre den Hans-Hench-Promotionspreis für Klinische Immunologie. Der Preis wird vom Auswahlgremium der DGfI für die beste im deutschsprachigen Raum durchgeführte Dissertation auf dem Gebiet der Rheumatologie, Schwerpunkt Entzündungsforschung, Autoimmunität, Immundefizienz vergeben. Die Arbeit muss in einem der beiden  zurückliegenden Kalenderjahre erfolgreich mit der Verleihung des akademischen Titels abgeschlossen worden sein (Tag der mündlichen Prüfung ist ausschlaggebend).

Namensgeber des Preises ist Hans Hench, Diplom-Ingenieur und Unternehmer aus Inzlingen. Er gründete im Jahre 1988 die Hans-Hench Stiftung. Sie dient der “Förderung fortbildungswilliger Doktoranden, Diplomanden, Ärzten und Therapeuten auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung der Rheumatologie”.

Stifter des Preises ist die Hans-Hench Stiftung zur Förderung der Rheumatologie, Stiftung des bürgerliches Rechtes, Sitz: 79110 Freiburg/Breisgau.

Fritz-und-Ursula-Melchers-Postdoktorandenpreis, Dotierung: 1.500 €  
Dr. rer. nat. Petra Bacher

Regulatorische T-Zellen (Tregs) gelten als die wichtigsten negativen Regulatoren des Immunsystems. Die Hemmung von Tregs könnte im Menschen - wie schon experimentell im Mausmodell gezeigt - zur Aktivierung der Immunantwort bei Tumorabstoßung bzw. zur Bekämpfung von chronischen Infektionen beitragen. Umgekehrt würde sich eine gezielte Expansion von Tregs günstig auf die Hemmung der Immunantwort z.B. bei der Transplantatabstoßung, Allergie und bei Autoimmunkrankheiten auswirken. Neue therapeutische Möglichkeiten, humane Tregs zu beeinflussen, stellen daher ein Kerninteresse in der translationalen Forschung dar. Allerdings war bislang ungeklärt, ob Tregs eine Antigenspezifität haben müssen oder nicht. Petra Bacher hat antigen-spezifische Tregs  in Allergiepatienten charakterisiert. Sie konnte im November 2016 in der Fachzeitschrift Cell publizieren, dass die Spezifität dieser Zellen eine erhebliche Rolle für die Kontrolle der allergischen Immunantwort spielt. In Allergiepatienten konnten zwar intakte regulatorische T-Zell-Antworten gegen harmlose Umweltantigene nachweisen werden, allergie-vermittelnde Th2-Zellen (eine Subpopulation von T-Zellen) konnten jedoch der Hemmung durch Tregs aufgrund unterschiedlicher Rezeptor-Spezifitäten entkommen. Diese Erkenntnisse haben wichtige Konsequenzen für immunmodulierende Therapieformen, da sie belegen, dass Strategien zur Expansion antigen-spezifischer Tregs z.B. in der Lunge im Gegensatz zur Aktivierung bereits existierender Tregs einen wichtigen neuen Ansatz darstellen können.    

Petra Bacher absolvierte ihre Promotion zunächst als externe Studentin bei der Miltenyi Biotec GmbH in Bergisch Gladbach, dann im Labor von Alexander Scheffold in Berlin. Im Anschluss blieb sie in mittlerweile insgesamt neun Erstautorenveröffentlichungen als Postdoktorandin im Wesentlichen einer roten Linie treu, nämlich dem Nachweis und der Identifizierung von seltenen antigenspezifischen T-Zellen.  

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI) vergibt einmal jährlich den Fritz-und-Ursula-Melchers-Postdoktorandenpreis an ihre Mitglieder. Der Preis wird an bis zu 35 Jahre alte PostdoktorandInnen für ihre bisher geleisteten Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie verliehen. Der/die BewerberIn sollte mindestens eine Publikation als Erstautor aus Arbeiten nach der Promotion vorlegen können. Ein Teil der Arbeiten (Dissertation oder Postdoc) muss im deutschsprachigen Raum angefertigt worden sein. Der Abschluss der Promotion sollte i.d.R. nicht länger als fünf Jahre zurück liegen. Eigenbewerbungen und Vorschläge durch andere sind möglich.

Stifter und Namensgeber des Preises sind Fritz und Ursula Melchers. Fritz Melchers war langjähriger Direktor des „Basel Institute for Immunology“ und ist Gründungs- und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Immunologie e.V. Herausragend sind Prof. Melchers Forschungsarbeiten, die entscheidend zu unserem Verständnis der Reifung Antikörper-produzierender B-Lymphozyten beigetragen haben.

Herbert-Fischer-Preis für Neuroimmunologie, Dotierung: 1.500 €
Dr. sc. nat. Anne Buttgereit

Mikroglia sind Makrophagen des zentralen Nervensystems (ZNS). Sie sind die erste Verteidigungslinie der Immunabwehr gegen eindringende Krankheitserreger. Zusätzlich spielen Mikroglia eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung der ZNS-Homöostase indem sie z.B. Zelltrümmer beseitigen oder durch ihren Einfluss auf die Entwicklung und Funktion des neuronalen Netzwerks. Trotz umfangreicher Forschung ist noch wenig über die genauen Funktionen der Mikroglia während der Hirnhomöostase und ihren Beitrag zur Entstehung von ZNS-Erkrankungen bekannt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass eine konditionelle gezielte Genmodifikation (conditional gene targeting) von Mikroglia oft zusätzlich zu einem unbeabsichtigten gene targeting von z.B. Monozyten und anderen Makrophagen führt. Anne Buttgereit konnte innerhalb des adulten (erwachsenen) Gehirns und des hämatopoetischen (blutbildenden) Systems den Transkriptionsregulator Sall1 als ersten hochspezifischen Marker für Mikroglia identifizieren. Sall1 definiert das Schicksal und die Funktion der Mikroglia und hält ihre physiologischen Eigenschaften während der ZNS-Homöostase aufrecht. Zudem etablierte Anne Buttgereit mittels Sall1 einen neuen experimentellen Ansatz, der es ermöglicht Mikroglia in einer bisher nie dagewesenen Tiefe zu untersuchen und diese Zellen gezielt in vivo (im lebendigen Organismus) zu manipulieren. Die neuen Untersuchungsmöglichkeiten werden wesentlich zur Entschlüsselung des Beitrags von Mikroglia zur Entstehung von ZNS-Erkrankungen beitragen und die Ergebnisse von Anne Buttgereit konnten hochrangig im Fachjournal Nature Immunology (Nov 2016) publiziert werden.

Anne Buttgereit studierte Molekulare Medizin an der Universität Ulm und an der University of California, San Diego, USA. Im Anschluss fertigte sie ihre Doktorarbeit im Labor von Melanie Greter am Institut für Experimentelle Immunologie an der Universität Zürich, Schweiz an.

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI) vergibt an ihre Mitglieder einmal jährlich den Herbert-Fischer-Preis für Neuroimmunologie. Der Preis wird an DoktorandInnen und Junior-PostdoktorandInnen (max. 4 Jahre nach Erhalt der Promotion) für im deutschsprachigen Raum durchgeführte Arbeiten auf dem Gebiet der Neuroimmunologie verliehen. Eigenbewerbungen und Vorschläge durch andere sind möglich.

Der Preis erinnert an den ehemaligen Direktor (1961-1981) des Max-Planck-Institutes für Immunbiologie. Herbert Fischer war ein Pionier auf dem Gebiet der Systemimmunologie. Er erkannte die Bedeutung des zellulären Milieus für die Immunantwort. Sein Interesse galt besonders dem Zusammenspiel zwischen Lymphozyten mit Makrophagen, welches er durch innovative Methoden wie Chemilumineszenz und Mikrokinematographie beleuchtete.

Stifter des Preises ist die Rosa Laura und Hartmut Wekerle Stiftung.

Georges-Köhler-Preis, Dotierung: 3.000 €
Prof. Dr. med. Florian Klein

Virale Infektionen (z.B. Influenza) können häufig durch sogenannte Antikörper abgewehrt werden. Hierbei handelt es sich um Eiweißmoleküle, die von einer Subgruppe der weißen Blutkörperchen, den B-Lymphozyten, gebildet werden. In den letzten Jahren konnten mit Hilfe von Einzelanalysen von B-Lymphozyten besonders wirksame Antikörper gegen das Humane Immundefizienz-Virus 1 (HIV-1)  identifiziert werden. Diese Antikörper werden als „breit neutralisierende Antikörper“ bezeichnet und können eine Infektion im Tiermodell verhindern. Daher sind diese Antikörper von besonderem Interesse bei der Suche nach einem HIV-1 Impfstoff.

Florian Klein hat mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten dazu beigetragen, diese Antikörper genauer zu charakterisieren und ihren therapeutischen Einsatz in der HIV-1 Infektion zu untersuchen. So konnte Florian Klein zeigen, dass eine Kombination aus breit neutralisierenden Antikörpern in der Lage ist, eine HIV-1 Infektion in „humanisierten“ (mit einem menschlichen Immunsystem) Mäusen zu kontrollieren. Das Gleiche konnte bei SHIV-infizierten Affen beobachtet werden (SHIV ist ein Hybrid von HIV und SIV, dem simianen Immundefizienz-Virus, das bei Affen AIDS auslöst). Zudem konnte im Rahmen von klinischen Studien gezeigt werden, dass die getesteten Antikörper wenig Nebenwirkungen verursachen und die Viruslast von HIV-1-infizierten Patienten deutlich reduzieren können. Viele dieser wichtigen Erkenntnisse wurden in zahlreichen hochkarätigen Zeitschriften mit Florian Klein als (Ko-)Erst- oder Letztautor publiziert (Nature 2012, Cell 2013, Journal of Experimental Medicine 2014, Nature 2015, Science 2016, Nature Medicine 2017).

Florian Klein studierte Humanmedizin in Köln, Zürich, Bologna und Boston. Er promovierte am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Direktor: Prof. Martin Krönke) in Köln. Im Anschluss begann Florian Klein seine Forschungstätigkeit an der Rockefeller University, New York (USA), an der er 2013 zum Assistant Professor of Clinical Investigation ernannt wurde. 2015 nahm Florian Klein den Ruf auf eine W3-Professur für Experimentelle Immunologie an der Universität zu Köln an. Seit Februar 2017 leitet er in Köln als Ordinarius das Institut für Virologie. Florian Klein erhielt für seine Forschungstätigkeit zahlreiche Preise und Auszeichnungen und warb umfangreiche Drittmittel ein, darunter einen ERC-Starting Grant und eine Heisenberg-Professur. 

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI) vergibt an ihre Mitglieder einmal jährlich den Georges-Köhler-Preis. Der Preis wird an Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler verliehen, deren Arbeiten zum besseren Verständnis des Immunsystems herausragend beigetragen oder daraus resultierende Anwendungen geschaffen haben. Die Kandidaten/innen sollten sich bereits ein eigenständiges Profil erarbeitet haben, welches durch die Leitung einer Arbeitsgruppe (mit Publikation als Letzt-Autor) und durch Einwerbung eigener Drittmittel dokumentiert ist.  Der Abschluss der Promotion sollte i.d.R. nicht länger als zehn Jahre zurück liegen. Eigenbewerbungen und Vorschläge durch andere sind möglich. 

Namensgeber des Preises ist Prof. Dr. Georges Jean Franz Köhler (1946-1995), Nobelpreisträger 1984 für Physiologie oder Medizin (zusammen mit César Milstein und Niels K. Jerne für die Entdeckung des Prinzips der Herstellung von monoklonalen Antikörpern) und früherer Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie, Freiburg. 

Sponsor des Preises ist die Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen.

 

Über die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI)
Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI), gegründet 1967, vereint führende Naturwissenschaftler und Mediziner, um die Wirkmechanismen der körpereigenen Abwehr zu erforschen. Dadurch werden bedeutende Grundlagen für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten geschaffen. Durch nationale Schulungen (Akademie für Immunologie) und im Austausch mit internationalen Fachgesellschaften fördert die DGfI in besonderem Maße den wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchs. Auch die Akzeptanz für immunologische Forschung in der breiten Bevölkerung zu erhöhen, ist der DGfI ein wichtiges Anliegen. Mit über 2.300 Mitgliedern ist die DGfI weltweit die viertgrößte nationale Fachgesellschaft für Immunologie. Weitere Informationen finden Sie auf www.dgfi.org.